Der Tiefenrüttler hängt am Seilbagger, der Schleusentrichter dosiert das Zugabematerial. In Kiel setzen wir das Gerät vor allem auf sandigen und kiesigen Auffüllungen ein, wie sie im Stadtteil Friedrichsort oder entlang der Schwentine vorkommen. Der Rüttler fährt im Takt in den Boden, verdichtet das Korngefüge von unten nach oben. Entscheidend ist die Energieabgabe pro Kubikmeter. Bei locker gelagerten Sanden mit einer Lagerungsdichte unter Dpr=30 % erreichen wir nach der Behandlung Werte über Dpr=75 %. Die Rütteldruckverdichtung verlangt eine exakte Abstimmung von Rüttelfrequenz, Ziehgeschwindigkeit und Wasserdruck, sonst entstehen Entmischungen oder ungleichmäßige Setzungen. Vor der Ausführung muss die Kornverteilung bekannt sein. Wir ziehen dafür routinemäßig eine Korngrößenanalyse aus dem Siebsatz, weil der Feinkornanteil über die Einsetzbarkeit der Tiefenverdichtung entscheidet.
Die erreichte Lagerungsdichte nach der Rütteldruckverdichtung messen wir in Kiel mit der schweren Rammsondierung DPH – nicht mit der leichten.
