← Home · In-Situ-Prüfungen

Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Kiel

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

MEHR ERFAHREN →

Die Bodenverhältnisse in Kiel sind so vielfältig wie die Stadt selbst. Ob auf dem sandigen Geschiebemergel im Stadtteil Gaarden oder auf den bindigen Auffüllungen nahe der Wik – die erreichte Verdichtung entscheidet über Tragfähigkeit und Setzungsverhalten. Mit der Felddichtebestimmung nach dem Sandkegelverfahren liefern wir präzise Kennwerte direkt vom Planum. Die Methode eignet sich besonders für grobkörnige und gemischtkörnige Böden, wie sie entlang der Kieler Förde häufig anstehen. Ergänzend zur Dichteprüfung kann bei heterogenem Untergrund eine Korngrößenanalyse Aufschluss über die Kornverteilung geben, während Plattendruckversuche das Verformungsmodul direkt erfassen.

Die Lagerungsdichte ist die einzige direkt messbare Größe, die Tragfähigkeit und Verdichtungserfolg in einem Kennwert vereint.

Unser Ansatz

Das feuchte, windgeprägte Küstenklima Kiels beeinflusst die Verdichtungsarbeit auf der Baustelle deutlich. Gerade nach Starkregenereignissen, wie sie im Herbst und Winter an der Ostseeküste auftreten, ist die Kontrolle der eingebauten Dichte mit dem Sandkegel unverzichtbar. Unser Labor arbeitet nach DIN 18125-2 und setzt ausschließlich kalibrierte Prüfsande ein. Die Entnahme der ungestörten Probe erfolgt zügig, die Auswertung direkt vor Ort. Für Projekte mit hohen dynamischen Lasten kombinieren wir die Dichteprüfung mit dem CPT-Versuch, um den Spitzendruck tiefenabhängig zu erfassen. Bei bindigen Böden wiederum geben die Atterberg-Grenzen Hinweise auf den optimalen Verdichtungszeitpunkt.
Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Kiel
Technisches Referenzbild — Kiel

Örtliche Baugrundfaktoren

Mit rund 248.000 Einwohnern wächst Kiel kontinuierlich. Die Nachverdichtung innerstädtischer Flächen und die Erschließung neuer Baugebiete auf ehemals landwirtschaftlich genutzten Knicks führen zu anspruchsvollen Gründungssituationen. Wird die geforderte Lagerungsdichte nicht erreicht, drohen Setzungsschäden, Frosthebung und eine reduzierte Tragfähigkeit der Gründungspolster. Gerade bei Verkehrsflächen mit CBR-Anforderungen zeigt sich ein ungenügender Verdichtungsgrad oft erst Jahre später in Form von Spurrinnen. Das Sandkegelverfahren schafft hier belastbare Entscheidungsgrundlagen und sichert den Baufortschritt ab.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.sbs

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Normative GrundlageDIN 18125-2:2020-11
Geeigneter BodenGrob- und gemischtkörnige Böden (max. Korngröße 63 mm)
PrüfsandKalibrierter Normsand, Korngröße 0,25 – 0,5 mm
Erforderliches VolumenMindestens 500 cm³ je Messpunkt
MessgrößeFeuchtdichte und Trockendichte
DokumentationPrüfprotokoll mit Dichtewert und Verdichtungsgrad DPr
AkkreditierungLabor nach DIN EN ISO/IEC 17025

Zugehörige Fachleistungen

01

Dichteprüfung mit Sandkegel

Normgerechte Felddichtebestimmung nach DIN 18125-2 auf Erdplanien, Leitungsgräben und Tragschichten.

02

Statischer Lastplattendruckversuch

Ermittlung des Verformungsmoduls Ev1/Ev2 zur Beurteilung der Verdichtungswirkung auf bindigen und rolligen Böden.

03

Kornverteilung und Klassifikation

Siebanalyse und Sedimentation zur Bestimmung der Bodenart und des optimalen Einbauwassergehalts.

04

Verdichtungsberatung

Beratung zu Verdichtungsgeräten, Lagenstärken und Übergangszahlen direkt auf Ihrer Baustelle in Kiel.

Normativer Rahmen

DIN 18125-2:2020-11 – Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Dichte des Bodens – Teil 2: Feldversuche, DIN EN ISO 17892-1 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 1: Bestimmung des Wassergehalts, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau

Fragen und Antworten

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Kiel?

Die Kosten für eine normgerechte Felddichtebestimmung nach DIN 18125-2 liegen je nach Anzahl der Messpunkte und Anfahrtsweg zwischen 100 und 130 Euro pro Messung. Bei größeren Prüflosen erstellen wir gern ein individuelles Angebot.

Welche Bodenarten sind für das Sandkegelverfahren geeignet?

Das Verfahren eignet sich für grobkörnige und gemischtkörnige Böden mit einer maximalen Korngröße von 63 mm. Bei stark bindigen oder sehr feuchten Böden kann die Entnahme gestört werden – hier prüfen wir alternative Verfahren.

Wie viele Messpunkte sind auf einer Baustelle erforderlich?

Die Anzahl richtet sich nach der Fläche und Homogenität des Planums. Als Orientierung dient die ZTV E-StB, die je 1.000 m² mindestens einen Messpunkt vorsieht. Bei kritischen Zonen wie Leitungsgräben wird engmaschiger geprüft.

Welchen Verdichtungsgrad muss eine Tragschicht in Kiel erreichen?

Der geforderte Verdichtungsgrad DPr hängt vom Bauwerk ab. Im Straßen- und Wegebau sind nach ZTV E-StB meist 100 % der einfachen Proctordichte gefordert. Im Hochbau genügen je nach Lastabtrag 97 bis 98 %.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Kiel und Umgebung.

Größere Karte ansehen