Das Gestänge rasselt im Takt des 63,5-Kilogramm-Fallhammers, wenn wir den Standard Penetration Test auf einem Kieler Baufeld durchführen. Ein Raupenbohrgerät setzt die SPT-Sonde am Gestänge auf die vorgesehene Tiefe ab, dann zählt der Bohrarbeiter die Schläge für 30 Zentimeter Eindringung – der sogenannte N-Wert, den jeder Geotechniker in der Fördestadt als direkten Kennwert für die Lagerungsdichte interpretiert. Da Kiels Baugrund häufig von Geschiebemergel und sandigen Fördeablagerungen geprägt ist, liefert der SPT-Versuch reproduzierbare Zahlen, die in keiner Ausschreibung fehlen dürfen. Die Nähe zur Ostsee beeinflusst den Grundwasserstand erheblich, was bei der Sondierung ebenso dokumentiert wird wie die Schichtwechsel zwischen Beckenschluffen und pleistozänen Sanden.
Der N-Wert aus dem SPT ist keine abstrakte Zahl, sondern das direkte Maß für die Rammeignung eines Bodens unter Kieler Baustellenbedingungen.
