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Geotechnische Analyse für Tunnel in weichem Boden in Kiel

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Wenn in der Kieler Förde eine Tunnelbohrmaschine anläuft, ist die Ortsbrust oft von graublauem, fast breiigem Geschiebemergel dominiert – ein Material, das unter Auflast sofort zum Quellen neigt. Unsere geotechnische Analyse für Tunnel in weichem Boden beginnt daher nicht im Labor, sondern mit der Entnahme ungestörter Proben direkt aus dem Vortriebsquerschnitt. Wir setzen auf eine Kombination aus der Korngrößenanalyse zur Bestimmung des Feinkornanteils und dem Triaxialversuch unter konsolidierten, undränierten Bedingungen (CU), um die effektive Scherfestigkeit des Kieler Untergrunds zu ermitteln. Die Ergebnisse sind die Grundlage für eine wirtschaftliche Schildauslegung und die sichere Festlegung des Stützdrucks an der Ortsbrust.

Die größte Unsicherheit im Kieler Tunnelbau ist nicht die Maschine, sondern die unerkannte Wechsellagerung von Sandlinsen im Geschiebemergel, die den Stützdruck kollabieren lassen kann.

Unser Ansatz

Der Ausbau der Kieler Hafeninfrastruktur und die Unterquerung der Schwentine-Mündung haben die Stadt zu einem Brennpunkt für den innerstädtischen Tunnelbau in Norddeutschland gemacht. Historisch wuchs Kiel auf eiszeitlichen Ablagerungen, doch die heutigen Trassen verlaufen meist durch holozäne Beckentone und organische Weichschichten, die eine extrem niedrige Kohäsion aufweisen. Genau hier setzt unsere geotechnische Analyse für Tunnel in weichem Boden an: Wir modellieren das Spannungs-Dehnungs-Verhalten dieser Sedimente mit einem Advanced Hardening Soil Model, das die Entlastung bei der Schildfahrt realitätsnah abbildet. Zur Validierung der Laborwerte führen wir parallel CPT-Versuche durch, deren Spitzendruckprofile eine lückenlose Stratigraphie liefern, bevor der erste Millimeter gebohrt wird. Gerade unterhalb des Wasserleitungsnetzes der Stadtwerke Kiel, das bei Setzungen sofort reagiert, zählt jeder zentimetergenaue Verformungswert.
Geotechnische Analyse für Tunnel in weichem Boden in Kiel
Technisches Referenzbild — Kiel

Örtliche Baugrundfaktoren

In Kiel sehen wir bei Baugrundgutachten oft, dass die Wechsellagerung aus sandigen und bindigen Partien im Geschiebemergel als homogen angenommen wird – ein fataler Trugschluss. Diese ungleichmäßige Kornverteilung führt beim maschinellen Vortrieb zu abrupten Änderungen der Ortsbruststabilität und kann eine unkontrollierte Ausbläsung des Stützmediums verursachen. Die geotechnische Analyse für Tunnel in weichem Boden muss daher zwingend die Gefahr von hydraulischen Kurzschlüssen bewerten, die in der Nähe der Kieler Förde durch den ständigen Grundwasserwechsel noch verstärkt wird. Unser Labor simuliert diese Szenarien mit Durchlässigkeitsversuchen nach DIN 18130 an gestörten und ungestörten Proben. Ohne diese Detailuntersuchung riskiert der Auftraggeber Setzungen von mehreren Dezimetern an der Oberfläche, die historische Bausubstanz im Stadtzentrum unwiederbringlich schädigen.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Undränierte Scherfestigkeit (cu)10 – 60 kPa (Beckenton)
Steifemodul (Es) für Setzungsprognose2 – 10 MN/m² (Weichschicht)
Wasserdurchlässigkeit (kf)1×10⁻⁹ – 1×10⁻⁷ m/s
Konsistenzzahl (Ic)0.5 – 0.75 (weich-steif)
Organischer Anteil (Glühverlust)2 – 8 %
Reibungswinkel (φ‘) drainiert25° – 32°
Primärer Stützdruckbereich0.8 – 2.5 bar (abhängig von Überdeckung)
Prüfnorm für RahmenscherversuchDIN 18137-3

Zugehörige Fachleistungen

01

Stützdruckberechnung und Ortsbrustsicherung

Auf Basis der im Labor ermittelten Scherparameter und Steifemoduli berechnen wir den erforderlichen Stützdruckverlauf für Erddruckschilde (EPB) entlang der gesamten Trasse. Wir berücksichtigen dabei den instationären Grundwasserandrang, der in Ufernähe der Kieler Förde saisonal stark schwankt.

02

Verformungsprognose und Setzungsmonitoring

Mittels FEM-Simulationen (Plaxis 2D/3D) prognostizieren wir die Senkungsmulde an der Geländeoberfläche und gleichen diese mit einem installierten geodätischen Messnetz ab. Dies ist essenziell für die Beweissicherung an der angrenzenden Bebauung, insbesondere im Sanierungsgebiet Kiel-Gaarden.

Normativer Rahmen

DIN 18137-3: Bestimmung der Scherfestigkeit (Triaxialversuch), DIN EN ISO 17892-4: Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18130: Bestimmung des Wasserdurchlässigkeitsbeiwerts, DIN 4094-1: Baugrund, Felduntersuchungen (CPT), Eurocode 7 (DIN EN 1997-2): Erkundung und Untersuchung des Baugrunds

Fragen und Antworten

Warum ist der Kieler Geschiebemergel für Tunnelbohrmaschinen so problematisch?

Der Geschiebemergel in Kiel enthält oft eingelagerte Sandlinsen und Steine, die zu einer extremen Heterogenität führen. Diese Inhomogenität erzeugt beim Abbau stark schwankende Drehmomente am Schneidrad und kann die Ortsbrust destabilisieren. Unsere Analyse identifiziert diese Störzonen frühzeitig.

Welche Laborversuche sind für eine Tunnelfahrt im weichen Boden zwingend erforderlich?

Neben der klassischen Bodenansprache sind CU-Triaxialversuche zur Bestimmung der effektiven Scherfestigkeit und Kompressionsversuche mit Entlastungsschleifen unverzichtbar. Nur so lässt sich das Materialverhalten bei der Entspannung hinter der Schildschneide realitätsnah abbilden.

Mit welchen Kosten muss ich für eine geotechnische Tunnelanalyse in Kiel rechnen?

Der Aufwand hängt stark von der Tunnellänge und der Anzahl der Bohrungen ab. Für ein typisches Vortriebsprojekt in Kiel bewegen sich die Kosten für die geotechnische Analyse je nach Probenumfang und Laborprogramm zwischen €4.000 und €16.260.

Wie verhindern Sie Setzungsschäden an der Kieler Altstadtbebauung?

Wir erstellen eine detaillierte Prognose der Setzungsmulde mittels numerischer Simulationen und legen ein automatisiertes Monitoring-System aus. Bei Überschreitung der Warnwerte wird der Stützdruck der Maschine sofort angepasst, bevor sichtbare Risse entstehen.

Können Sie die Analyse auch für Unterwassertunnel in der Förde durchführen?

Absolut. Bei Unterwassertunneln wird die Analyse um die Bewertung der Ausbläsergefahr durch das Auflagerwasser erweitert. Wir prüfen die hydraulische Grundbruchsicherheit und empfehlen eine angepasste Bentonit- oder Konditionierungsmischung.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Kiel und Umgebung.

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