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Triaxialversuch in Kiel – Scherfestigkeit zuverlässig bestimmen

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Die glazial geprägten Geschiebemergel und Beckentone unter Kiel stellen die Baugrundbeurteilung vor besondere Aufgaben. In einer Stadt, die nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegt und wo die Kieler Förde tief in die Moränenlandschaft einschneidet, sind zuverlässige Kennwerte zur Scherfestigkeit die Grundlage jeder standsicheren Gründung. Wir führen den Triaxialversuch in unserem akkreditierten Labor nach DIN 18137 durch – mit präziser Messung des Porenwasserdrucks, wahlweise als konsolidierter drainierter oder undrainierter Versuch. Gerade bei den in Kiel häufig anstehenden bindigen Böden mit eingelagerten Sandlinsen ist die kombinierte Auswertung mit der Korngrößenanalyse oft der Schlüssel, um das Verformungsverhalten zutreffend vorherzusagen. Für Bauvorhaben im Hafenbereich oder entlang der Uferlinie ergänzen wir die Laborversuche mit einem CPT-Versuch, wenn es um die kontinuierliche Schichtansprache im Feld geht.

Ein Triaxialversuch ohne kontrollierte Sättigung ist eine Blackbox – erst der B-Wert nahe 1,0 macht den Porenwasserdruck messbar und die effektiven Spannungen interpretierbar.

Unser Ansatz

Mit rund 248.000 Einwohnern ist Kiel die nördlichste Großstadt Deutschlands – und baugrundtechnisch eine der abwechslungsreichsten. Wer hier ein Mehrfamilienhaus, ein Gewerbeobjekt oder ein Infrastrukturbauwerk errichtet, kommt am Triaxialversuch kaum vorbei, sobald die Baugrundvorerkundung wechselnde Bodenschichten zeigt. Wir setzen den Versuch konsequent mit drei Seitendruckspannungen an, um den Bruchkreis im p-q-Diagramm statistisch abgesichert abzuleiten. Unsere Prüftechnik erlaubt Probenkörper mit Durchmessern von 50 bis 100 mm; die Sättigung erfolgt über Back-Pressure, bis der Skempton-Parameter B über 0,95 liegt. In der Praxis heißt das: Für die steifen Geschiebemergel der Weichsel-Kaltzeit, die in Kiel an vielen Stellen oberflächennah anstehen, erhalten Sie realistische Reibungswinkel und Kohäsionen – nicht die zu konservativen Werte aus Überschlagsformeln. Bei locker gelagerten Sanden aus der Saale-Vereisung, wie sie etwa im Stadtteil Gaarden vorkommen, prüfen wir das dilatante Verhalten gezielt mit langsamer Abschergeschwindigkeit.
Triaxialversuch in Kiel – Scherfestigkeit zuverlässig bestimmen
Technisches Referenzbild — Kiel

Örtliche Baugrundfaktoren

Ein klassischer Fehler in der Kieler Baupraxis ist es, die Kohäsion aus dem Rahmenscherversuch einfach in eine Standsicherheitsberechnung zu übernehmen und den Porenwasserdruck zu ignorieren. Bei Baugruben am Westufer der Förde, wo die Wasserhaltung ohnehin kritisch ist, kann ein undrainierter Triaxialversuch genau jene Abminderung der effektiven Spannung aufdecken, die im Extremfall zum Böschungsversagen führt. Wir sehen immer wieder, dass bei Wechsellagerungen von Mergel und Sand die Scherfestigkeit des Gesamtsystems unterschätzt wird, wenn man nur die schwächere Schicht beprobt. Mit einem kombinierten Programm aus Triaxialversuch und begleitender Atterberg-Prüfung lässt sich das Risiko von Nachtragsforderungen und Bauzeitverlängerungen erheblich reduzieren. Die rechtzeitige Einplanung von zwei Wochen Laborlaufzeit erspart Diskussionen mit dem Prüfstatiker.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Normative GrundlageDIN 18137-2 (konsolidiert, drainiert/undrainiert)
Probenkörperdurchmesser50 mm / 70 mm / 100 mm (nach Größtkorn)
SättigungsverfahrenBack-Pressure, Ziel-B-Wert ≥ 0,95
Seitendruckspannungen σ₃100 / 200 / 400 kPa (Standard, anpassbar)
Abschergeschwindigkeit (CD)0,002–0,01 mm/min, gesteuert nach Konsolidierung
PorenwasserdruckmessungElektronischer Druckaufnehmer, Abtastung 1 Hz
AuswertungEffektive Spannungen, p-q-Diagramm, Mohr-Coulomb-Hüllkurve
BerichtsumfangSpannungs-Dehnungs-Diagramme, PWP-Verlauf, Bruchkriterium

Zugehörige Fachleistungen

01

Korngrößenanalyse nach DIN 17892-4

Siebbiegung und Sedimentation für die präzise Klassifikation von Kieler Geschiebemergel und Beckentonen. Unverzichtbar für die Wahl der richtigen Triaxial-Probenpräparation.

02

Atterberg-Grenzen (Fließ- und Ausrollgrenze)

Ermittlung der Zustandsgrenzen nach DIN 18122. Zusammen mit dem Triaxialversuch ergibt sich ein konsistentes Bild der Plastizität und des Verformungsvermögens.

03

CPT-Versuch (Drucksondierung)

Kontinuierliche In-situ-Sondierung für die Wechsellagerungen entlang der Kieler Förde. Liefert die Schichttiefen, an denen wir gezielt Triaxialproben entnehmen lassen.

04

Böschungsstabilität und Standsicherheit

Nach Auswertung der effektiven Scherparameter berechnen wir die Standsicherheit für Baugrubenböschungen oder Hangsicherungen – auf Wunsch mit Finite-Elemente-Vergleich.

Normativer Rahmen

DIN 18137-2 – Baugrund, Versuche und Versuchsgeräte – Triaxialversuch, DIN EN ISO 17892-8 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Labortechnische Versuche an Bodenproben – Triaxialversuch, DIN 4020 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, Eurocode 7 (EN 1997-2) – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Erkundung und Untersuchung des Baugrunds

Fragen und Antworten

Was kostet ein Triaxialversuch in Kiel inklusive Probenpräparation?

Ein einzelner Triaxialversuch liegt zwischen etwa 1.950 und 2.460 Euro, abhängig vom gewählten Verfahren (CD oder CU), der Probenanzahl und der erforderlichen Konsolidationsdauer. In diesem Rahmen sind Sättigung, drei Seitendruckstufen und ein ausführlicher Ergebnisbericht enthalten. Für ein komplettes Prüfpaket mit drei Proben aus unterschiedlichen Tiefen erstellen wir ein Festpreisangebot – sprechen Sie uns an.

Wann brauche ich einen drainierten und wann einen undrainierten Triaxialversuch?

Das hängt von der Bauaufgabe und der Durchlässigkeit des Bodens ab. Bei einem Kieler Geschiebemergel mit kf-Werten um 10⁻⁸ m/s ist ein undrainierter Versuch (CU) sinnvoll, weil während der Bauzeit kaum Porenwasser abfließen kann. Für gut durchlässige Sande und bei langsam aufgebrachten Lasten, etwa einer Dammaufstandsfläche, empfehlen wir den drainierten Versuch (CD), der die effektiven Reibungsparameter direkt liefert.

Wie lange dauert ein Triaxialversuch im Labor?

Die reine Prüfdauer beträgt je nach Konsolidierungsverhalten und Abschergeschwindigkeit zwischen drei und sieben Tagen pro Probe. Mit Probenvorbereitung, Sättigung und Berichtserstellung sollten Sie für ein komplettes Prüfpaket mit drei Proben etwa zwei bis drei Wochen einplanen. Bei besonders plastischen Tonen aus dem Kieler Raum kann die Konsolidierung länger dauern; wir informieren Sie rechtzeitig, falls sich der Zeitplan verschiebt.

Welche Probengüte muss das Material für einen Triaxialversuch haben?

Wir benötigen ungestörte Sonderproben der Güteklasse 1 nach DIN EN ISO 22475-1. In den weichen Beckentonen Kiels gelingt das am besten mit einem Dünnwand-Entnahmegerät oder durch sorgfältig abgeglichene Blockproben aus Schürfgruben. Gestörte Proben aus der Rammsondierung sind für den Triaxialversuch ungeeignet, weil das Gefüge bereits zerstört ist und die Ergebnisse nicht dem in-situ-Spannungszustand entsprechen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Kiel und Umgebung.

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